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Yotam Ottolenghi
Restaurateur
Jean-Hugues Bretin
Founder Raisin
Cor Hospes
Author
Sebastian Wussler
Founder ChefsTalk
15 NOV 2021
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4 Minuten Lesezeit
02 April, 2020

David Caron: „Die Leute möchten zu Hause in den Genuss einer Restauranterfahrung kommen“

Take-away war für das Café Caron lange undenkbar. Jetzt, da sie merken, dass sie aktiv werden müssen, merken sie auch, dass die Nachfrage danach groß ist.

Hätte man die Mitglieder der Familie Caron Anfang dieses Jahres gefragt, ob sie nicht plane, ein Take-away-Menü anzubieten, dann hätten sie wahrscheinlich laut gelacht. Zeiten ändern sich! Und so eröffnete das Café Caron (Amsterdam) ein Online-Abholrestaurant. Miteigentümer David Caron: „Wir waren wirklich sofort ausverkauft. Das hatte ich nicht kommen sehen. Man merkt, dass die Leute sich eine Restauranterfahrung wünschen, aber dann zu Hause.“

Der weitsichtige Blick

Das Café Caron war bereits geschlossen, bevor die offizielle Nachricht über die vorübergehende Schließung aller Gastronomiebetriebe veröffentlicht wurde. Die Carons bewiesen einen weitsichtigen Blick und dachten über Alternativen nach, sagt David. „Unsere Gäste haben uns gefragt: ‚Was werdet ihr tun?‘“ Wir wollten weiterhin Gerichte des Café Caron anbieten, aber uns einer Lieferserviceplattform anzuschließen, das passte nicht zu uns. Es fühlt sich nicht gut an, etwas, das man den ganzen Tag liebevoll zubereitet hat, einem Kurier in einem Schälchen mitzugeben. Außerdem gilt: Dann können die Qualität nicht garantieren.“

Bestellbare Einkaufstasche

Der Gedanke kam auf, eine Einkaufstasche zu verkaufen, die die Leute im Café Caron abholen können. Diese Tasche enthält Zutaten für ein Drei-Gänge-Menü, eine Flasche Lowel – Carons eigenen Loire-Wein, ein Gamay aus der Touraine – und eine Kochanleitung. Denn wer die Tüte abholt, muss in die Küche noch selbst Hand anlegen. David: „Wir bereiten einen großen Teil schon vor. Den Rest erledigen Sie zu Hause, wenn es Ihnen passt: Sie können die Tasche drei Tage lang im Kühlschrank aufbewahren. Caron à la Maison ist also kein Standardgericht zum Mitnehmen, das man direkt im Anschluss isst, sondern ein Restaurantgericht, das man selbst zubereitet.“ 

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Eine Einkaufstasche aus den Händen von Vater und Spitzenkoch Alain Caron höchstpersönlich

Die Herausforderung: Die Leute wissen zu lassen, dass man für Take-away geöffnet ist

Für die Logistik und Werbung haben die Carons sich eine clevere List ausgedacht, erzählt David. „An jedem unserer drei Standorte (Café Caron, Petit Caron, De Gouden Reael) wird ein Gang zubereitet. In jeder Küche arbeiten stets nur zwei Köche, damit sie genügend Abstand voneinander halten können. Wenn Gäste ihre Bestellungen abholen, dürfen sie nicht gleichzeitig eintreten, und am Boden befinden sich Markierungen, die anzeigen, wo sie stehen dürfen. Über Instagram und WhatsApp haben wir unser gesamtes Netzwerk wissen lassen, dass wir für Take-away-Mahlzeiten geöffnet haben und auf unserer Homepage haben wir ein Pop-up integriert. Das hat besser funktioniert als erwartet: Wir haben alle Tüten weit vor Beginn des Wochenendes verkauft. In den nächsten Wochen werden wir die Anzahl der Menüs erhöhen.“

Abholen und zu Hause selbst Hand anlegen

Eigenständig ein Rezept eines berühmten Kochs zubereiten? Gelingt das wirklich jedem? David: „Das sollte klappen. Die Gerichte sind auf die Fähigkeiten des Durchschnittskochs abgestimmt. Aber nach dem ersten Wochenende mussten wir feststellen, dass noch Verbesserungsbedarf bestand: Ein Gast hatte die Karamellsauce für die Tarte Tatin über sein Hähnchen gegossen. Für uns ein Hinweis darauf, dass unsere Anleitung und unsere Etiketten etwas deutlicher hätten sein können. Wenn wir die Leute bitten, unsere eigenen Gerichte zuzubereiten, müssen wir sie dabei so viel wie möglich unterstützen. Daran arbeiten wir. Nicht alles kann man im Voraus bedenken. Der beste Weg, etwas zu lernen, ist, einfach anzufangen.“

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